Informationen zur Vorgeschichte

2016

Im Jahre 2016 wuchs die Warteliste für Haus Aja auf über 400 Personen an und es war klar, dass etwas passieren muss, wenn die Bedürfnisse dieser Menschen erfüllt werden sollen. Die Entscheidung fiel zugunsten eines neuen Wohnprojekts aus, diesmal jedoch als gemeinschaftliche Wohnform und nicht als betreutes Wohnen. Alle Wartenden wurden eingeladen, die Hälfte erschien.

2017

In einer Informationsveranstaltung im Saal des Rudolf Steiner Hauses wurde am 17.11.2017 das Grob-Konzept für das Neubauprojekt den mehr als 200 Interessent*innen vorgestellt. Die Teilnehmer*innen wurden eingeladen, sich an den weiteren Planungsschritten für das Projekt zu beteiligen und spätestens bis zum 31.12.2017 per Fragebogen ihre Anregungen, Vorstellungen und Wünsche an das Projektteam mitzuteilen.

2018

Seitdem bereitet sich unsere Projektsteuerungsgruppe darauf vor, ein gemeinschaftliches Wohnprojekt besonderer Art zu verwirklichen. Am 19. Januar 2018 trafen sich dann ca. 90 Teilnehmer*innen, die sich aktiv in die Planung und konzeptionelle Entwicklung des Projekts einbringen wollten. Dabei wurde auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse aus der Auswertung von 86 Fragenbögen vorgestellt – sie geben einen „Vorgeschmack“ auf das großartige Potenzial der Menschen, die sich an diesem neuen Ort zusammenfinden werden.

Im Juni-Plenum 2018 wurden die Arbeitsgruppen Bauen+Planen, Charta+Leitbild, „die schönsten Cluster-Grundrisse“, EDV+IT, Finanzen, Gemeinschaftsbildung und soziale Infrastruktur gegründet, die seither in eigenem Rhythmus tagen. Die Teilnehmerzahl der Plenumstreffen hält sich seitdem konstant zwischen 50 und 60 Personen.

Aus dieser Gruppe heraus wurde im September 2018 die Aja-Textor-WohnGenossenschaft eG (in Gründung) als neue Genossenschaft gegründet. Sie soll in den nordwestlichen Stadtteilen Frankfurts zukunftsorientierte Wohnprojekte für ökologisch und sozial engagierte Bürger*innen nach der Familienphase („Generation 50plus“) entwickeln und realisieren.

Im Plenum am 1. September 2018 mit ca. 50 Teilnehmer*innen wurden Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen präsentiert. Schwerpunkt war der Bericht aus der AG Finanzen, der sich durch Gründung der Aja-Textor-WohnGenossenschaft eG nun in Vorstand und Aufsichtsrat dieser Genossenschaft verwandelt hat. Dargestellt wurden die Beweggründe zur Genossenschaftsgründung, ihre Organe und Aufgaben sowie eine erste Grobkalkulation der voraussichtlichen Baukosten, des notwendigen Eigenkapitals und der zu erwartenden späteren Wohnkosten.

2019

Unser erstes Wohnprojekt sollte ursprünglich im Neubauquartier Hilgenfeld entstehen, deshalb bewarben wir uns im Mai 2019 beim Konzeptverfahren von Stadt und ABG um eine Liegenschaft in diesem Quartier, das am nördlichen Stadtrand geplant ist. (s. Ausschreibungsunterlagen Konzeptverfahren Hilgenfeld). Wir wollten dieses neue Wohngebiet mit vielfältigen Angeboten an die Menschen im Quartier bereichern und beleben, denn eine kommunizierende Nachbarschaft und eine daraus resultierende hohe Wohn- und Lebensqualität fallen weder vom Himmel noch können sie am Computer kreiert werden, diese werden von aktiven Menschen geschaffen. Um Synergieeffekte optimal nutzen zu können, stimmten wir unser Bewerbungskonzept mit mehreren anderen jungen Wohngenossenschaften ab, doch niemand von uns wurde zum zweiten Teil des Verfahrens eingeladen, wir schieden alle nach der ersten Runde aus!

Was war geschehen? Ganz kurz: Stadt + ABG oder ABG + Stadt stellten Bedingungen, die junge Wohngenossenschaften nicht erfüllen können, ohne sich einem unkalkulierbaren Finanzrisiko auszusetzen, von kostengünstigem Wohnen ganz zu schweigen. Deshalb fügten wir unseren Bewerbungen gemeinsam abgestimmte Bedingungen bei und baten um mehr politische und finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung von unseren zivilgesellschaftlichen Wohnprojekten, entsprechende Handhabungen aus anderen Städten fügten wir ebenfalls bei. Da wir auch nach Rückfrage an diesen Bedingungen festhielten, schieden wir alle aus dem Verfahren aus. [In der wenige Tage zuvor tagenden Generalversammlung der Aja-Textor-WohnGenossenschaft e.G. (i.G.) wurde das Festhalten an diesen Bedingungen einstimmig bestätigt]

Wie geht es weiter? Wir arbeiten derzeit intensiv an interessanten Alternativplänen und selbstverständlich hoffen wir auf Verbesserungen durch die politische Entscheidungsebene, damit beim demnächst auch junge Wohngenossenschaften in Frankfurt eine realistische Chance erhalten. Drücken Sie die Daumen!

2020 – Ein Ausblick

Wir finden ein passendes Grundstück und fahren im Juni gemeinsam an die Nordsee, um das Zusammenleben zu erproben!